Mittwoch, 1. Juli 2015

Foto-Strecke „Schule Dein Auge“ Teil 2


Heute soll es um ein paar Feinheiten in der Bewegung des Pferdes als Reittier gehen:


Zwei Dinge sind hierbei hervorzuheben:

1. Das Pferd bewegt sich von Natur aus für sich selbst sozusagen „perfekt“. Es nutzt nur soviel Energie, wie sein muss. Es verbraucht seine Energie nicht einfach so. Und es ist in seiner eigenen natürlichen Balance, wobei es seinen natürlichen Bewegungsmustern folgt (Fluchthaltung,
Richtungswechsel).
2. Wenn wir ein Pferd gesunderhaltend reiten wollen, müssen wir mehrere Faktoren dieser natürlichen Gegebenheiten umwandeln. Das Pferd versteht jedoch nicht den Sinn, dass es sich anders bewegen soll, also sind Freude am Miteinander (Atmosphäre), Motivation und eine ruhige verständliche Sprache eine wichtige Voraussetzung für ein MITEINANDER.

Damit das Pferd die Muskeln trainiert, die es zum Tragen braucht und seine Körperhälften gleichmäßig belastet, muss es seine natürliche Balance (resultierend aus seiner Schiefe) aufgeben und Stück für Stück zu einer körperlichen Balance finden. Auf dem Weg zur körperlichen Balance 

Samstag, 13. Juni 2015

Auftakt: Foto-Strecke "Schule Dein Auge"


Ich denke, den Auftakt für dieses Projekt sind Bilder an der Longe.

Gerade in Bezug auf das Longieren mit Blick auf die biomechanischen Zusammenhänge, die Anatomie und Schulung des Pferdes zum Tragen des Reiters stehen hier an erster Stelle.

Zuerst muss man sich das Wissen aneignen und verstehen, was im Pferdekörper passiert oder passieren muss, damit das Pferd überhaupt zum Reittier werden kann, ohne dabei körperliche Schäden zu erleiden. Wohlgemerkt sind die „Schäden“ nicht unbedingt für den Laien sofort ersichtlich. Denn Pferde müssen in der Natur zum Überleben ihre „Gebrechen“ kaschieren, um nicht gefressen zu werden.  

Es geht also darum, das Pferd so lange wie möglich gesund zu erhalten.


Dann folgt das stetige „Schule Dein Auge“, damit Du erkennen lernst, was noch nicht optimal ist und Du weißt, wo Du gezielter trainieren musst. Lassen wir das Training weg und haben nur Spaß mit dem Pferd, müssen wir das Reiten streichen. Spaß ist richtig, aber nicht zum Leidwesen des Pferdes. Denn das Pferd ist von Natur aus kein Tragetier. Training ist Arbeit. Klar ist der Begriff „Arbeit“ mit dem Pferd nicht der beste, er hat einen Nebengeschmack, aber es trifft doch auch den Punkt: Sport und Muskeltraining sind anstrengend und starke Muskeln müssen erarbeitet werden. Dass Arbeit auch Spaß machen und mehr oder weniger Motivation und Freiwilligkeit braucht, ist keine Frage. Die Bedingungen zu schaffen, dass das Training entspannt, freundschaftlich und motivierend ist, sollte immer wieder erinnert werden.

Wer nicht mit den biomechanischen Zusammenhängen vertraut ist, sollte sich gute Lektüre beschaffen und sich da hinein arbeiten.  

(Ich biete hierzu Kurse an: Kurs-Angebot in Deinem Stall)


Ich sage hier gern: „Tu es für Dein Pferd!“


Mein Ziel in dieser Foto-Strecke ist keine Aufklärung und Füllen dieser

Dienstag, 2. Juni 2015

Führ-Parcours Teil 4 - Körpersprache und Freiheit

Hier folgt der nächste Teil mit weiteren Anregungen für Abwechslung und Bewegung auf dem Reitplatz.

Ich beschreibe Dir ein paar Übungen und Abläufe. Jedoch liegt mein Augenmerk auf Kommunikationsmöglichkeiten, die dein Pferd zu Bewegung anregen, ohne aktiv formend einzuwirken. Die Balance zwischen Formen (Stellung und Biegung, Untertreten etc.) und freier ungezwungener Bewegung hilft das Ziel der Selbsthaltung zu erreichen, in dem das Pferd den Rücken aufwölbt und dabei seine Hinterhand aktiv behält und unter den Schwerpunkt tritt.


Voraussetzung oder sage ich mal, stete Wiederholung und Einbauen von Übungen, die die Kommunikation verfeinern, helfen diese Übungen umzusetzen.

So sind Übungen des 
- Stillstehens (das Pferd lernt abwarten und sich entspannen),
- auf Berührung oder das Zeigen mit der Gerte hin das Gewicht zu verlagern oder zu weichen,
und auf Deine Körperhaltung zu reagieren (wie bspw. beim Anhalten mit dem Becken zu kippen oder beim Losgehen Brust/Oberkörper zu öffnen und nach vorn zu streben).

Je mehr Du Dir Deiner Körperhaltung und Sprache bewusst bist, umso mehr kannst Du sie gezielt einsetzen.



1. Übergänge und Paraden

Du kannst diese Übungen bspw. als Abwechslung zwischen den Übungen von Führen in Stellung und Longieren nutzen.

Montag, 1. Juni 2015

Führ-Parcours Teil 3 - Bewegungsmöglichkeiten im Gelände

Ich möchte hiermit an die vorherigen (schön älteren) Blog-Beiträge zum Führ-Schritt-Parcours anknüpfen. Aufgrund von Nachfrage und meiner eigenen Pferde ist dieses Thema immer wieder aktuell: Wie bewege ich mein Pferd ohne zu viel zu verlangen? (gerade bei dickeren Pferden, die ausbalanciert genug sind)

Ich muss vorneweg sagen, dass es immer auf die persönliche Situation und das Pferd ankommt, was ich wann tun kann. Das Beste ist möglichst viel Auslauf in sozusagen freier Bewegung.

Jedes "Training" sollte mit einer guten Aufwärmphase beginnen, zum Lösen, loslassen, entspannen, zuhören und richtigem Schreiten. Schritt ist die wichtigste Gangart und kann eine Menge bewirken: lösen, konditionieren, beweglicher machen und versammeln je nach Können des Menschen.

Es ist immer ratsam sich für weitere Schritte einen Trainer mit Erfahrung zu suchen, der mit Ideen hilft, aber auch Rückmeldungen zur Körpersprache, Hilfengebung und Schulung des Pferdes nach biomechanischen Gesichtspunkten gibt, um Balance und eine aktive Hinterhand zu fördern.

 In diesem Beitrag möchte ich ein paar Anregungen geben, wie man in das "Training" mehr Bewegung einbringen kann. Freie Bewegung ohne Ziel der Formung - freiere Bewegung als Pause und Erfrischung oder Abwechslung und Spaß.

Ihr seid dazu eingeladen unten in den Kommentaren Eure Erfahrungen und Ideen zu hinterlassen.



Führ-Parcours 1 - im Gelände


Samstag, 30. Mai 2015

Es geht weiter: Foto-Strecke "Schule dein Auge"


Liebe Reiter/Innen, Interessierte und Wissbegierige,
ich möchte in der kommenden Zeit die Projekt-Idee der Fotostrecke „Schule Dein Auge“ starten. Hiermit informiere ich Dich, worum es dabei geht, wie Du ein Teil davon sein kannst und was die Inhalte sein werden.

Worum es dabei geht:

Ich habe bereits in meinem ersten Beitrag zu diesem Thema im Blog von „Fühlend Reiten“ (http://fuehlend-reiten.blogspot.de/2015/04/interesse-einer-foto-strecke-schule.html) erwähnt, dass es mich desöfteren wundert, welche Fotos bspw. auf Facebook gepostet oder in Verkaufsanzeigen präsentiert werden. Fotos, bei denen ich mich frage, warum man dieses gewählt hat oder warum man bestimmte (ich will mal provokativ sagen) Mängel derart herzeigt. Es wäre einfach, sich ein Foto vor der geplanten Veröffentlichung genau anzuschauen und abzuwägen, ob der getroffene Moment sozusagen sehenswert ist. Hier beginnt das Thema für dieses Projekt. „Schule Dein Auge“! Vielleicht siehst Du den schönen Moment darin, den Du mit deinem Pferd hattest. Vielleicht sind Hintergrund, Farbe, Schärfe gut gelungen. Ich möchte hiermit anregen, auch auf Ausbildungspunkte in Bezug auf das Pferd und den Reiter zu schauen, damit ich nicht veröffentliche, wo man sieht, wie ich hinter der Bewegung bin, mein Pferd stark auf der Vorhand oder mit einem Hohlkreuz läuft, schief also ohne Balance longiert wird oder sich im Genick verwirft und v.m.
Ich weiß, dass es wohl kaum das perfekte Bild gibt, jedoch sehe ich immer wieder Bilder, die mir persönlich peinlich wären. Solche Bilder dienen mir nur für meine eigene Reflexion. Nicht um sie zu teilen oder dann nur, um mit ihnen zu lernen, welcher Punkt erarbeitet und gefestigt werden müsste.
Ich möchte hiermit anregen, in unserer Zeit der einfachen Möglichkeiten Fotos zu schießen, diese konstruktiv zu nutzen, um ein Feedback zu bekommen - für mich selbst. Und sehen bzw. einschätzen zu lernen, was auf dem Foto noch nicht so gut ist. Dieses Foto-Feedback gibt mir zwar einerseits nur den Moment der Aufnahme wider, der ungünstig getroffen sein kann, jedoch hilft er mir einzuschätzen, ob mein Gefühl in der Einheit mit dem Pferd richtig war. Ich kann einschätzen, ob das Pferd sich losgelassen bewegt hat oder ich nur so überwältigt vom Galopp war (bswp.).
Wer mich und meinen Blog kennt, weiß, dass mir das Thema Reflektion und kritische Selbsteinschätzung sehr wichtig sind, um daran und damit zu wachsen. Wir sind es dem Pferd schuldig, denke ich. Ein mir ebenso wichtiges Thema geht hiermit Hand in Hand: lerne

Montag, 25. Mai 2015

es gibt nicht DIE Antwort



Kommunikation ist ein großes und wichtiges Thema, nicht nur unter uns Menschen. Gerade in der Beziehung und dem Miteinander zum Pferd ist Kommunikation ganz wichtig. Nicht nur zum Verständnis, sondern einfach schon, um überhaupt einen Weg gemeinsam gehen zu können.

Man kann nicht nicht kommunizieren.

Samstag, 16. Mai 2015

Bitten und Fragen


Vor ein paar Tagen hatte ich eine Begebenheit, die mich sehr glücklich gemacht hat. Ich musste jedoch dabei feststellen, dass ich mir dafür manchmal zu wenig Zeit nehme.
Die Beziehung zum Pferd baut sich nicht über Nacht auf und auch nicht, wenn wir nur bitten oder fordern. Sie entsteht durch Zeit miteinander, durch Gegenseitigkeit, Gefühle wahrzunehmen, Bedürfnisse anzuerkennen und zu fragen. Auch ist die Zeit, in der wir das Pferd Pferd sein lassen, besonders