Montag, 25. Mai 2015

es gibt nicht DIE Antwort



Kommunikation ist ein großes und wichtiges Thema, nicht nur unter uns Menschen. Gerade in der Beziehung und dem Miteinander zum Pferd ist Kommunikation ganz wichtig. Nicht nur zum Verständnis, sondern einfach schon, um überhaupt einen Weg gemeinsam gehen zu können.

Man kann nicht nicht kommunizieren.

Samstag, 16. Mai 2015

Bitten und Fragen


Vor ein paar Tagen hatte ich eine Begebenheit, die mich sehr glücklich gemacht hat. Ich musste jedoch dabei feststellen, dass ich mir dafür manchmal zu wenig Zeit nehme.
Die Beziehung zum Pferd baut sich nicht über Nacht auf und auch nicht, wenn wir nur bitten oder fordern. Sie entsteht durch Zeit miteinander, durch Gegenseitigkeit, Gefühle wahrzunehmen, Bedürfnisse anzuerkennen und zu fragen. Auch ist die Zeit, in der wir das Pferd Pferd sein lassen, besonders

Sonntag, 26. April 2015

Interesse an einer Foto-Strecke: "Schule dein Auge"?

Mir ist gerade etwas bewusst geworden: dass wir gar nicht unbedingt denken müssen, kaum jemand reitet pferdegerecht, VA, mit schwingendem Rücken sondern in Rollkur, fester Hand, stechenden Sporen oder einfach "nur" am langen Zügel.

Es gibt doch so viele schöne Beispiele von Reitern, die sich Gedanken über die Biomechanik machen, ihr Pferd aufbauen, es so reiten, dass es losgelassen ist und den Reiter mit aufgewölbtem Rücken tragen kann, fördern es gezielt vom Boden, wissen, was sie warum wann machen.


Und dennoch überkommt mich immer wieder eine Trauer, wenn ich sehe, was alles mit Pferden gedankenlos angestellt wird (meine Pferde mit ihrer Vorgeschichte zeigen es mir). Ich sehe desöfteren Bilder (bspw. in Anzeigen von Verkaufspferden) mit Pferden, die gar nicht zufrieden, gar nicht locker gehen. Dass Bilder Momentaufnahmen sind, ok, aber dann muss ich doch nicht solche Momente nehmen, in denen das Pferd, mit weggedrücktem Rücken, auf der Vorhand, ungebogen, mit Unterhals etc. schreitet oder trabt - unter dem Reiter oder an der Longe.

DESHALB meine Idee und Frage an EUCH!

Was haltet ihr von einer Foto-Strecke mit Momentaufnahmen eurer Pferde, die wir zwecks Schulung des Auges, zwecks Verbessern der Einschätzung eines

Montag, 13. April 2015

Was bietet der Reitunterricht von "Fühlend Reiten"


Was bietet „Fühlend Reiten“



Mit dieser Zusammenfassung möchte ich Interessierten vorstellen, was und wie ich unterrichte und mit Reiter & Pferd arbeite.

Ich halte es absichtlich stichpunktartig, damit es übersichtlicher ist.

Diese Punkte betreffen meinen Unterricht für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und das Pferdetraining.



Mein Ziel ist es, den Reiter zu einem ausbalancierten Sitz zu verhelfen, damit er klar und fein kommunizieren kann.

Reiten ist Kommunikation – kein Gewaltakt.

Die Handhabung der Hilfen und Ausrüstungsgegenstände dienen der Kommunikation und sich gemeinsam in (angestrebter) Harmonie zu bewegen. Sie sollen nicht stören, nicht grob sein oder Schmerz bereiten.

Das Ziel beim Reiten ist Harmonie – wie bei Tänzern im Gleichklang zu schweben.

Dafür müssen wir jedoch die biomechanischen Zusammenhänge kennen und verstehen. Sie sollten im Zusammenhang mit der Skala der Ausbildung Grundlage jedes Reitens sein.
Denn Pferde sind nicht zum Geritten-Werden geboren. Sie müssen dafür körperlich vorbereitet, gestärkt und fit gehalten werden. Und vor allen Dingen sollten sie sich dafür in Balance bewegen, sonst ist das Geritten-Werden ein Krampf (Kampf), Fehlbelastung und schädigend. Jeder Reiter muss es lernen, die (In)Balance zu sehen, zu fühlen und die Zusammenhänge verstehen, wie Balance erreicht wird.

Deshalb fange ich immer wieder vom Boden aus an. Für das Verständnis, die Möglichkeit zu sehen – denn auf dem Pferd zu fühlen ist schwerer.
Und damit das Pferd erst einmal ohne Reitergewicht:

● in Balance kommt
● loslässt (entspannt)
● den Rücken aufwölbt

Donnerstag, 26. März 2015

Equikinetic: Möglichkeiten und Gefahren


Im nachfolgenden Beitrag habe ich Fotos und Skizzen eingebettet zum besseren Verständnis. Einige davon stammen nicht von mir, da sie anderweitig schon so treffend vorliegen. Ich habe sie mit Link gekennzeichnet, denn ich möchte diese nicht klauen.



Ich möchte hier ein paar Erfahrungen weitergeben, die ich mit meinen so unterschiedlichen Pferden mit verschiedenem Ausbildungsstand gemacht habe und Eindrücke, die mir aufgefallen sind in verschiedenen Filmchen, die auf Youtube und Facebook geteilt werden.


Das Ziel mit dieser Ausbildungsmethode (Muskeldehnung und Spannung mit Stellung und Biegung und der Herausforderung auf kleinem Kreis die Balance zu halten und unter den Schwerpunkt zu treten) ist ein kraftvoll trabendes Pferd, dass sich in Stellung und Biegung ausbalanciert trägt und nicht auf dem händigen Vorderbein abstützt. Im Gegenzug dazu also kein schiefes, weil ungebogenes, ungleich, schwerfällig oder schlurfendes oder hektisch davon stürmendes Pferd.
natürliche Schiefe


Denn: schief ist das Pferd von Natur aus. Die Aufgabe in
der Ausbildung ist das Geraderichten, also „Ausgleichen“
der Schiefe.
Denn: das Pferd ist von Natur aus zu einer Seite hohl und damit auf der anderen leicht gebogen. Das Ziel ist es auf beiden Seiten gleich geschmeidig biegen zu können. Und somit das Pferd geschmeidig zu machen.
Denn: das Pferd belastet die Vorderbeine ungleich, weil es die händige Seite mehr belastet auf Grund der Schiefe. So wollen wir diese händige Seite dazu bringen, Gewicht abzugeben, die Schulter anzuheben und durch Dehnung und Biegung die Ursache der Ungleichgewichtes zu minimieren.

Sonntag, 15. März 2015

Ich habe ein Pferd

Oder fangen wir lieber so an: "Ich will ein Pferd kaufen."
Ein junges Pferd, na klar. Ich bin auch noch jung (man ist schließlich immer so alt wie man sich fühlt). Ein junges Pferd - ein langer schöner gemeinsamer Lebens-Weg.

Hand aufs Herz: kann man nicht auch mit einem älteren Pferd Pferd einen langen Lebensweg haben?
Kann man nicht auch mit einem ausgebildeten Pferd genug Freude haben?

Eins ist hier entscheidend. Je weniger ich selbst kann, umso mehr spielt es eine Rolle, was mein Pferd schon kann. Denn sonst muss es mehr Fehler meinerseits hinnehmen, die es nicht versteht. Und es muss kompensieren, dass es selbst erst zu seiner Balance finden und die Hilfen lernen muss mit einem unklaren Menschen, der ebenfalls seine Balance finden muss. Eine schwere Aufgabe, die wahrscheinlich vielen nicht bewusst ist, wenn sie nicht erlebt haben, welchen Kriterien und Schritten die Ausbildung eines Pferdes folgt.

Je mehr Hilfe man von erfahrenen Ausbildern und Reitern sucht und annimmt, können Fehler vermieden werden, die leider so gut wie immer das Pferd ausbaden muss.

Es kommt auf die Fähigkeit es Reiters an, ein Pferd lange gesund zu erhalten.


Nun habe ich ein Pferd.
"Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde." heißt es nicht zu unrecht.
Schön und gut. Aber für wen? Wann?`Unter welchen Bedingungen? Mit welchen Voraussetzungen?
Denke immer zuerst an dein Pferd. Frage dich, ob seine Haltung ihm gerecht wird; ob es seine natürlichen Bedürfnissen als Lauftier, Herdentier, Fluchttier, Dauerfresser erfüllen kann. Denn das trägt zur Zufriedenheit bei.
Lerne dein Pferd kennen, damit du Unterschiede im Wesen und Verhalten wahrnimmst.

Denke immer zuerst an dein Pferd. Kann es das, was du von ihm erwartest? Gerade geritten-werden ist keine natürliche Bewegungsform des Pferdes. Oder schleppst du ohne Schmerz, Muskelverspannung und in Zufriedenheit ohne

Dienstag, 17. Februar 2015

Höflichkeit Teil 2

Dieses Mal möchte ich mehr auf die Praxis eingehen - Höflichkeit in Beispielen.

Nehmen wir an, ich habe mein Pferd aufgehalftert und stehe neben ihm.

Nun möchte ich losgehen.
Wenn ich nur daran denke, loszugehen, nach vorn schaue (oder manchmal auch noch woanders hin, statt in die Bewegungsrichtung) und dann am Seil ziehe, weil das Pferd nicht schnell genug reagiert, ist das nicht sehr höflich. Steht es am Anbinder und muss sich noch etwas drehen, um geradeaus loszugehen, ist es sogar rücksichtslos, einfach loszugehen, statt das Pferd Schritt für Schritt zu drehen in einem dem Pferd angemessenen Tempo. So kann es lernen auf kleine klare Zeichen hin Vorder- oder Hinterbeine so zu bewegen, wie ich es möchte. Es ist also eine gute Möglichkeit schon bei Kleinigkeiten auf Präzision und klare Hilfengebung zu achten.
Ich sehe diese Art des einfach Losgehens und am Strick ziehen leider öfter, "weil man eben routiniert ist" und mit dem Gedanken schon einen Schritt voraus. Der Mensch ist mit seinen Gedanken schon weiter als mit den Taten. Oft denkt man, die Konzentration sei dann in der Reitstunde gefragt. Aber die beginnt schon beim Aufhalftern, wenn ich das Pferd hole. Und von Anfang an bin ich in der Pflicht, mit voller Aufmerksamkeit beim Pferd zu sein, ihm verständlich zu sagen was ich will, es auf alle Wechsel vorzubereiten und auch bei Kleinigkeiten klar zu sein. Das Pferd versteht nicht, warum ich beim Putzen keine Regeln (bzgl. Stillstehen, Weggucken, Knabbern, Scharren etc.) habe und beim Reiten schon einen winzig kleinen sogenannten Ungehorsam bestrafe. Beispielsweise ist ein Schritt in Richtung Gras am Anbinder genauso bedeutend, wie ein eiriger Schritt auf dem Zirkel. Wenn ich zum Grasen nicht Ja gesagt oder die Zirkel-Hilfen korrekt gegeben habe, sollte ich das Pferd korrigieren. Denn das Pferd versteht nicht den Unterschied, wenn der Mensch am Anbinder die Übernahme der Führung und Entscheidungen zulässt, beim Reiten dann aber absoluten Gehorsam will.
(Zum Ja sagen möchte ich demnächst noch etwas schreiben)
Pferde leben im Hier und Jetzt, reagieren auf das, was ich jetzt tue. Auf Gedankenlosigkeit oder zerstreuten Gedanken können sie nicht klar reagieren.
Höflichkeit bedeutet hier, mir bewusst zu sein, wo ich jetzt bin, was ich jetzt will